Asylanträge in Deutschland 2017 rückläufig

auf der FluchtDie Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kamen, ist gesunken. Im Jahr 2016 suchten ca. 280.000 Menschen Schutz in Deutschland. Die Zahl der Flüchtlinge ist damit um zwei Drittel im Vergleich zum Jahr davor zurückgegangen. Im Rekordjahr 2015 kamen knapp 900.000 Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland.  Das Bundesinnenministerium erklärte, dass es nun gelungen sei, das Migrationsgeschehen zu ordnen und zu steuern.

Asylanträge gestiegen

Die Zahl der Asylanträge ist hingegen im letzten Jahr angestiegen, und zwar auf knapp 750.000. Das waren knapp 270.000 mehr als im Jahr zuvor. Der Grund ist darin zu suchen, dass der größte Teil der Antragsteller bereits 2015 einreiste.  Viele der Flüchtlinge konnten aber wegen der Überlastung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nicht sofort einen Asylantrag stellen.

Das BAMF hatte im Vorjahr die Zahl seiner Entscheidungen über gestellte Asylanträge erheblich gesteigert, auf zuletzt knapp 700.000. Das Bundesinnenministerium erklärte hierzu, dass die Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen habe, gegriffen hätten.  So sei nach den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres das EU-Türkei-Abkommen geschlossen worden.  Zudem sei die Balkanroute gesperrt worden.

Wie es mit den Flüchtlingszahlen weiter gehen wird, ist nicht unbedingt absehbar. Dafür gibt es in der Welt zu viele unwägbare Faktoren.  Es können sehr schnell wieder neue Migrationsströme entstehen. Deshalb muss abgewartet werden, ob die Bundesregierung die in den vergangenen Monaten geschaffenen Kapazitäten schnell wieder reduziert.  Viele Experten halten das für nicht ratsam.

Asylrecht gibt keinen Schutz vor sozialer oder wirtschaftlicher Not

Kürzere Asylverfahren bedeuten Rechtssicherheit für die Menschen, die nicht in Deutschland bleiben können. Das deutsche Asylrecht schützt eben nicht die Flucht vor sozialen oder wirtschaftlichen Nöten. Diejenigen, die nicht bleiben können, haben ein Recht darauf, in einer angemessenen Frist Auskunft über ihr Schicksal in Deutschland zu erhalten.

Syrien

Die größte Gruppe unter den Flüchtlingen uns Asylsuchenden seien syrische Staatsangehörige. Sie nehmen einen Anteil von 36 Prozent ein. Als weitere Hauptherkunftsländer folgen ihnen Afghanistan mit 17 Prozent und der Irak mit 13 Prozent.

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