Flüchtlingskinder

Kinder auf der Flucht
50 Millionen Kinder sind weltweit auf der Flucht.

Etwa 28 Millionen Kinder sind nach aktuellen Untersuchungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit auf der Flucht vor Kriegen und anderen Gefahren.  17 Millionen davon sind in ihrem Heimatland unterwegs, 11 Millionen suchen Schutz im Ausland.

Weitere 22 Millionen Jungen und Mädchen haben ihre Heimat verlassen, um ein besseres Leben zu finden.

Summe: 50 Millionen Kinder!

Der weitaus größte Teil der Kinder ist mit  seinen Eltern unterwegs, es gibt aber auch viele Kinder, die allein auf sich gestellt sind.

Gefahren drohen immer

Selbst wenn die Kinder ihre Heimat geplant und freiwillig verlassen, drohen ihnen immer Gefahren.  Da steht zunächst der drohende Tod auf der Überfahrt. Man schätzt, dass ein Drittel der in der Ägäis ertrunkenen Flüchtlinge Kinder sind. Weitere Gefahren  sind Menschenschmuggel, Missbrauch, Kinderheirat, Kinderarbeit.

Kinder in der Heimatregion

Fast die Hälfte der Flüchtlingskinder kam 2015 aus Syrien und Afghanistan. Die meisten von ihnen fanden in ihrer Heimatregion ein neues Zuhause.  So leben drei von fünf  geflüchteten Kindern in Asien oder Afrika.

Die Zahl der Flüchtlingskinder unter dem Mandat des Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt.

Schule muss abgebrochen werden

Nur die Hälfte der geflüchteten Kinder weltweit besucht eine Grundschule. Allein in Syrien können über 2 Millionen Kinder wegen des Krieges nicht zur Schule gehen. In den Nachbarländern haben 700.000 syrische Flüchtlingskindern keinen Zugang zur Schule. In der Türkei und im Libanon sind die Schulen überfüllt und mangelhaft ausgestattet.  Viele Kinder sind darauf angewiesen zu betteln.

Türkei

Die meisten Flüchtlingskinder leben nach Schätzungen in der Türkei. Zwar gibt es keine genauen Zahlen.  Die Türkei hat jedoch weltweit die meisten registrierten Flüchtlinge aufgenommen.

An zweiter Stelle stehen die USA. Dort leben 3,7 Millionen Migranten unter 18 Jahre. In Saudi-Arabien sind es 2 Millionen, in Jordanien 1,4 Millionen.

Trennung von der Familie

Im letzten Jahre haben etwa 100.000 unbegleitete Kinder Asylanträge in 78 Ländern gestellt. Die Kinder kamen vorzugsweise auf Afghanistan, Eritrea, Syrien und Somalia.

Soziale Diffamierung

Geflüchtete Kinder leiden unter sozialer Ausgrenzung. In der Schule werden sie oft diskriminiert, etwa in Form von ungleicher Behandlungen und Drohungen.

Sondervollversammlung der Vereinten Nationen (UN) zu Flucht und Migration

Am 19. September 2016 findet eine Sondervollversammlung der Vereinten Nationen (UN) zu Flucht und Migration in New York statt. Dort sollen humane und koordinierte Lösungsansätze gesucht werden.  Am 20. September findet auf Einladung von US-Präsident Obama der weltweite Gipfel zur Flüchtlingskriese statt.

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF fordert anlässlich dieses Doppelgipfels:

– Geflüchtete Kinder müssen geschützt werden vor Gewalt und Ausbeutung. Notwendig ist eine Aus- und Weiterbildung von Sozialarbeitern.

– Es muss gegen Menschenhandel entschieden vorgegangen werden. Dies ist die Aufgabe der rechtlichen Vertreter der Kinder.  Zudem muss der Zugang zu einem Rechtsbeistand immer gewährleistet werden.

– Eine Inhaftierung von Kindern aufgrund ihres Aufenthaltsstatus muss gestoppt werden.

– Kinder dürfen im Aufenthaltsverfahren nicht von den Eltern getrennt werden. Bei Trennung muss auf eine Zusammenführung hingearbeitet werden.

Zitat des Monats

Die Deutschen sollten stolz darauf sein, eine Kanzlerin mit solchen Prinzipien zu haben.

Unicef-Direktor Justin Forsyth zur Flüchtlingspolitik Angela Merkels

Verlorene Generation

Die größte Humanitäre Krise seit dem 2. Weltkrieg spielt sich seit einigen Jahren Tag für Tag ab. Die Politik versucht Lösungen zu finden, passiert ist wenig. Aus wahltaktischen Überlegungen wird auf der Stelle getreten. Angela Merkel will eine internationale Lösung suchen, doch sie steht ziemlich allein da. Sie ist in dieser (Not-)Situation auf das Schlüsselland Türkei angewiesen, das weltweit die meisten Flüchtlinge aufnimmt. Natürlich kann man das kritisieren. Aber wie können bessere Lösungen gefunden und umgesetzt werden? Die Kinder jedenfalls können nicht warten. Millionen von ihnen sind entwurzelt worden.  Was sagen wir unseren Kindern, wenn sie Fragen, wie wir gegenwärtig mit den Flüchtlingskindern umgehen?

Diejenigen, die helfen, haben unseren Respekt verdient. Wir sollten nicht auf die Besserwisser und Angstmacher hören, sondern diejenigen unterstützen, die nach den abendländischen christlichen Wertvorstellungen handeln!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.